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Chinchilla Profil

Bild - Chinchilla

Eigentlich sind Chinchillas ja eine Tierfamilie, die drei Gattungen umfasst. Neben dem Eigentlichen Chinchilla gibt es noch die Hasenmäuse und Viscachas, insgesamt sind es rund 70 Arten, die hierbei zusammenkommen. Als Haustier wird aber stets das Eigentliche Chinchilla gehalten.

Wissenschaftlicher Name: Chinchillidae
Abstammung Überordnung: Euarchontoglires
  Ordnung: Nagetiere
  Unterordnung: Stachelschweinverwandte
  Teilordnung: Hystricomorpha
  Ohne Rang: Meerschweinchenverwandte
  Familie: Chinchillas
Körpergröße:: 30 cm
Körpergewicht: 5 kg
Ernährung: Pflanzlich
Ø Lebenserwartung: 18 Jahre
Lebensweise: Gruppenbildung, variiert aber sehr stark
Herkunft: Südamerika
Verbreitung: Anden; Argentinien, Chile, Peru
Unbekannt

1. Wer hat Chinchillas eigentlich entdeckt?

Wer genau das gewesen ist, weiß man heute nicht. Fest steht aber, dass seit der Entdeckung des Kontinents von Amerika auch gewisse Pelztiere immer wieder in Schriftstücken genannt und umhertransportiert wurden. Es liegt recht nahe, dass es sich dabei um die Chinchillas handelt.

Leider wurden die Pelztiere, so hat man sie hauptsächlich früher genannt, in großen Stückzahlen abgeschossen. Aus ihrem Fell wurden früher Mäntel für reiche Europäer und Europäerinnen hergestellt. Vermutlich dienten sie auch den Ureinwohnern als Lieferant hiervon.

2. Körperliche Merkmale von Chinchillas

Bild - Chinchilla

Als Nagetiere erinnern Chinchillas in vielerlei Hinsicht an entfernt verwandte Artgenossen. So besitzen sie einen buschig behaarten Schwanz wie Eichhörnchen und kräftige Hinterbeine wie Wüstenrennmäuse. Die runden großen Ohren erinnern an Mäuse und ihre Bereitschaft zum Umherspringen erinnert gerne mal an Kaninchen.

Sie zählen zu den mittelgroßen Nagetieren, werden zwischen 300 und 600 g schwer, was sich aber je nach Geschlecht unterscheidet. Über ihren Körper zieht sich ein seidiges und üppiges Fell, das eine silbergraue Färbung besitzt. Am Bauch ist dieses in der Regel etwas heller.

Ihr Schwanz erreicht eine Länge von bis zu 25 cm und dient ihnen natürlich dabei, das Gleichgewicht zu halten und ihre Sprünge zu lenken.

Neben recht ausdrucksstarken Augen besitzen sie insgesamt 20 Zähne. Allerdings sind die Schneidezähne, wie für Nager natürlich üblich, zu Nagezähnen ausgeprägt.

3. Die Lebensweise eines Chinchilla – so verhalten sich die Tiere

In freier Wildbahn leben die Tiere in bis zu 5.000 Metern Höhe. Dort bevorzugen sie in erster Linie grasbewachsene Ebenen. Sie ziehen sich in Höhlen, Felsspalten oder bei Bedarf auch Bauten zurück, die sie davor selbst gegraben haben.

Als recht soziale Tiere schließen sie sich in Gruppen zusammen, die in ihrer genauen Größe relativ variabel sind. Manchmal bestehen sie nur aus ein paar Familienmitgliedern, hin und wieder findet man aber auch Rudel mit rund hundert Tieren. Und Rudel trifft es in dem Fall auch, obwohl es sich in der Regel um untereinander direkt verwandte Chinchillas handelt. Denn es herrscht eine strenge Rangordnung vor. Es gibt ein Alphatier, das alle anderen anführt.

Während weiblicher Nachwuchs meist Teil dieser Gruppe bleibt, verlassen die Männchen oft ihre Gruppe, um eine eigene Kolonie zu starten. Auch kranke Tiere werden dazu gedrängt, die Gruppe zu verlassen, um das restliche Rudel nicht zu schwächen. Hier sind Sie in der Heimtierhaltung besonders gefragt: Chinchillas entwickeln durch diese Vorgehensweise nämlich ein spezielles Verhalten, das ihre Schwäche verbergen soll. Es liegt daher an Ihnen, die Tiere genauestens zu beobachten, um sofort zu merken, wenn etwas nicht stimmt.

4. So verständigen sich Chinchillas

Die Tiere haben eine Lautsprache und natürlich auch eine Körpersprache. Wir möchten Ihnen hier beides aufzeigen, damit Sie Ihr Chinchilla in Zukunft besser verstehen.

5. Die Körper- und Lautsprache von Chinchillas

Verhalten Bedeutung
Aufrichten Wird sich auf den Hinterbeinen aufgerichtet, verschafft sich das Tier gerade einen (besseren) Überblick.
Bellen Das Bellen ist beim Chinchilla ein Laut, der an ein Husten erinnert. Damit äußern die Tiere, wenn ihnen etwas nicht passt und sie sich ärgern müssen.
Beißen Im Grunde wird alles darauf geprüft, ob es essbar ist. Daher beißen Chinchillas auch einfach in alles. Auch, wenn es ein Finger ist. Das hat nichts damit zu tun, ob sie zahm sind oder nicht.
Beschnuppern Fremde (auch Artgenossen) werden mit der Nase begrüßt. Die Tiere stellen dadurch fest, ob sie sich im wörtlichen Sinne gut riechen können.
Grunzen Durch Grunzen bestätigen die Tiere einander die Zuneigung.
Fiepen Sehr junge und auch alte Tiere unterhalten sich meist mit recht leisen, aber hellen Tönen. Diese klingen wie ein Fiepen.
Hüpfen und springen Das Tier fühlt sich pudelwohl und ist sehr ausgelassen.
In eine Ecke quetschen Das Tier hat gerade große Angst.
Quäken Fühlen sich die Tiere bedrängt, geben sie ein Quäken von sich, um damit quasi zu protestieren.
Quietschen Muttertiere testen durch Bisse, ob ihre Jungen lebensfähig sind. Bei Gesundheit beginnen sie zu quietschen. Würden sie das nicht tun, würde das Muttertier sie sofort töten.
Schreien Wird geschrien, warnen Chinchillas ihre Artgenossen vor Gefahr. Meist ist es ein recht schriller Schrei.
Abwehrhandlung; dient zur Verteidigung.

6. Davon ernährt sich das Chinchilla

Chinchillas sind reine Pflanzenfresser. In erster Linie nehmen sie das Grün der Wiesen zu sich. Aber auch Saaten, Nüsse oder Beeren verputzen sie sehr gerne.

Nutzen Sie am besten eine schmackhafte Kräutermischung und hochwertiges Heu als Grundnahrung. Dazu darf es natürlich auch Knabberstangen in allen Varianten geben. Achten Sie am besten auf den persönlichen Geschmack Ihres kleinen Lieblings. Da sind Chinchillas natürlich genauso individuell wie auch alle anderen Haustiere.

7. Chinchillafutter

8. So muss das Zuhause vom Chinchilla aussehen

Bild - Chinchilla

Am besten eignet sich eine umgebaute Vogelvoliere für Chinchillas, da sie trotz ihrer geringen Größe unheimlich viel Platz brauchen. Noch besser wäre ein eigenes Zimmer, in dem sie toben können. Anders als bei Kaninchen und Meerschweinchen eignet sich für die Tiere die freie Wohnungshaltung recht schlecht bis gar nicht. Es ist faktisch unmöglich, einen vom Menschen bewohnten Raum völlig chinchillasicher zu machen. Sie springen überall rauf, knabbern alles an und lassen auch gerne mal ihr Geschäft fallen. Eine Stubenreinheit in dem Sinn gibt es bei den Tieren für gewöhnlich nicht.

Gerade in einem eigenen Raum haben Sie die Möglichkeit, ihnen alles zu bieten, was sie brauchen. Sie können Sitzbretter an den Wänden und kleine Bäume einrichten, Steinhöhlen bereitstellen und stellen so außerdem sicher, dass die Tiere tagsüber ihre Ruhe haben. Umgekehrt werden Sie nachts nicht in Ihrem Schlaf gestört.

Die Einrichtungsgegenstände im Zuhause von Chinchillas müssen nach Herzenslust angeknabbert und zerstört werden können. Wichtig ist, dass die Tiere ohne Einschränkung durch die Gegend springen können. Das bedeutet, dass sie dabei nicht auf zu viele Barrieren stoßen dürfen und auch die Verletzungsmöglichkeiten möglichst gering gehalten werden.

Es ist im Übrigen keineswegs übertrieben gemeint, dass die Einrichtungsgegenstände von Chinchillas zerstört werden! Im schlimmsten Fall zerlegen Chinchillas diese Dinge, bis nur mehr Späne davon übrig sind. Daher dürfen auch nur Einrichtungsgegenstände aus unbehandeltem Holz verwendet werden und nichts anderes.

9. Unverzichtbare Grundausstattung für Chinchillas

Es liegt natürlich auf der Hand, dass Chinchilla zunächst ein Sandbad mit Chinchillasand benötigen. Sie brauchen Verstecke und möglichst große Höhlen, um sich bei Bedarf jederzeit zurückziehen zu können. Daneben braucht es auch mindestens ein Häuschen, das zu ihrem Schlafhäuschen auserkoren wird.

Ein Laufrad benötigen Chinchilla nicht. Für diese Tiere ist es sehr viel wichtiger, dass sie uneingeschränkt springen können.

10. Sinnvolle Ergänzungen für das artgerechte Chinchillazuhause

Bild - Chinchilla

Wichtig ist außerdem, dass das Chinchilla nie zu hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Dadurch, dass sie eigentlich in gebirgigen Höhen leben, besitzen sie gar keine Schweißdrüsen. In ihrer natürlichen Umgebung besteht dafür schließlich auch gar kein Bedarf. Dementsprechend sind sie aber auch recht anfällig für hohe Temperaturen. Achten Sie also immer darauf, die Umgebung der Tiere möglichst kühl zu halten, damit es hier nicht zu Problemen kommt!

11. Gesundheitsfibel vom Chinchilla
12. Häufige Fragen rund um Chinchillas
Warum verspritzt mein Chinchilla Urin?

Hierbei handelt es sich um eine Verteidigungsstrategie. Dadurch irritieren sie nämlich in der Regel den Jäger.

Eine weitere Strategie wäre, dass sie gezielt Fell abwerfen, wie man es auch vom Kaninchen kennt.

Warum heißt es so oft, dass man Chinchillas nicht als Haustiere halten soll?

Darüber, ob man Chinchillas überhaupt als Haustiere halten sollte, wird sich häufig gestritten. Tatsache ist nämlich, dass sie nachtaktiv, schreckhaft und überaus empfindlich sind.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Chinchillas definitiv nichts für Anfänger sind. Wer noch nie ein Haustier besessen hat und auch mit unvorhergesehenen Situationen nicht besonders gut umgehen kann, sollte sich lieber für einen anderen flauschigen Mitbewohner entscheiden. Wer aber einem Chinchilla ein Zuhause geben möchte, sollte am besten eines aus dem Tierheim adoptieren, da die Züchtung der Tiere bei uns bislang noch nicht genug reguliert ist. Chinchillas laufen einfach weltweit Gefahr, nicht in artgerechte Bedingungen zu kommen, sobald sie als Haustier gehalten werden.

Kann man Männchen und Weibchen miteinander halten?

Sofern die Tiere von klein auf miteinander aufgewachsen sind, vertragen sich auch getrenntgeschlechtliche Tiere recht gut. Die Vergesellschaftung allerdings ist wieder eine andere Sache und wird nicht zwangsläufig glücken.

Natürlich müssen die Männchen kastriert werden, wenn sie mit Weibchen zusammen gehalten werden.

Sind Chinchillas für Kinder geeignet?

Nur, wenn ein Bewusstsein über die Eigenarten von Chinchillas vorherrscht. Die Nager werden zwar durchaus zahm, aber das macht sie nicht zu Schmusetieren. Die Tiere werden sich anfassen lassen, aber auch wegspringen, wenn sie keine Lust mehr haben. Das macht die Tiere mehr zu Beobachtungstieren, ähnlich wie beim Hamster.

Für Kinder gelten sie deshalb als ungeeignet, weil sie nachtaktiv und eben sehr schreckhaft sind. Wenn Ihr Kind damit aber umzugehen weiß, steht einer Freundschaft zwischen den beiden im Grunde nichts im Wege.

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