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Eigenheiten von Hamstern

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Schonmal den Hamster dabei beobachtet, wie er die Pfötchen ins Wasser taucht und sich danach durch das Fell rubbelt? Hamster sind eigentlich recht Wasserscheu, was sie ihrem natürlichen Instinkt zu verdanken haben. Daher kann man dieses Phänomen auch nicht bei jedem Tier beobachten.

Diese und noch zwei weitere Eigenheiten werden wir Ihnen nun erklären. Denn deren Bedeutungen und was Sie zur Unterstützung tun können, sollten Sie unbedingt wissen.

1. Der wasserscheue Wasserfreund

Im Sommer ist das ja recht häufig zu beobachten: Der Hamster befeuchtet sich die Pfötchen und streicht den Speichel durch sein Fell, um sich so abzukühlen. Daher ist es auch so wichtig, ihm dann stets frisches Wasser zur Verfügung zu stellen.

Das Befeuchten der Hände dient übrigens auch zum Putzen! Viele Hamster machen das ganz gerne, um sich im Gesichtsbereich und überall dort, wo sie hingreifen können, zu reinigen. Der Rest wird dann im Sandbad erledigt.

Seltener kommt es dann aber vor, dass er direkt in den Wassernapf greift und sich das kühle Nass ins Fell streicht. Auch das dient zur Abkühlung. Macht er das, dann können Sie ihn ruhig gewähren lassen. Ein Hamster handelt rein nach seinem Instinkt und würde es nicht tun, wenn es ihm schadet. Befeuchten Sie ihn allerdings nicht selbst mit Wasser!

Dieses ungewöhnliche Verhalten ist aber übrigens ein Alarmsignal, dass es zu warm im Raum mit dem Hamsterheim ist. Befestigen Sie in der Nähe des Käfigs ein Thermometer. Die Temperatur darf 25 °C keinesfalls übersteigen! Bestehen diese Dauerhaft, sind Maßnahmen zu ergreifen.

  • Lüften Sie abends und am frühen Morgen.
  • Halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen und ziehen Sie die Vorhänge zu, damit die Sonne nicht direkt auf den Käfig scheint.
  • Sorgen Sie für eine gute Belüftung im Gehege, damit sich die Hitze nicht stauen kann.
  • Eine Klimaanlage im Raum kann natürlich ebenso bei der Temperaturkontrolle helfen. Das Gebläse darf aber nicht direkt auf den Käfig gerichtet sein. Selbiges gilt für Ventilatorgebläse!
  • Granit- und Schieferplatten helfen dem Hamster beim Abkühlen. Daher bieten wir auch Eckhäuser mit Schieferdach an.

2. Der verunreinigte Vorrat

Hamster lassen gerne Mal Kot zwischen ihren Vorräten liegen. Damit markieren sie ihr Futter und das Revier. Da der Kot recht trocken ist, lockt er in der Regel auch kein Ungeziefer an.

Problematisch wird es jedoch, wenn der Vorrat angepinkelt wird. Stellen Sie fest, dass die Vorratsecke feucht ist, dann müssen Sie tätig werden.

  • Ist das Hamsterhaus zu klein, sodass er nicht genug Platz hat, um die Kloecke vom Vorrat zu trennen? Werfen Sie einen Blick in unsere Häuserauswahl, ein Wohnlabyrinth könnte dieses Problem lösen!
  • Manche Hamster bevorzugen eine mit Sand befüllte Toilette. Dazu können Sie einen Ecknapf aus Keramik nutzen und ihn mit Chinchillasand füllen. Wichtig: Das ersetzt natürlich kein Sandbad!
  • Wird der Hamster zu früh vom Muttertier getrennt, lernt er nicht, sauber zu sein. Sie können in so einem Fall die Vorratsecke säubern und selbst eine Kloecke für den Hamster anlegen, in der Sie etwas von der angepinkelten Streu hinlegen. Er wird dem Geruch folgen und dort dann immer sein Geschäft verrichten.
  • Womöglich reinigen Sie die Kloecke auch zu häufig und so sind sie nicht länger für den Hamster erkennbar, da er nach dem Geruch sucht.

 

War der Hamster bislang sauber und trennt plötzlich nicht mehr, ist das ein Alarmzeichen. Er könnte Schmerzen haben oder krank sein. Sie sollten einen Tierarzt aufsuchen.

Ganz neu adoptierte Hamster könnten so ein Verhalten aufweisen, weil sie noch nervös sind. Geben Sie ihm einfach etwas Zeit und lassen Sie ihn in Ruhe. Hört er nach ein paar Wochen nicht selbst damit auf, können Sie auf die vorgenannten Tipps zurückgreifen.

3. Das gesprächige Tier

Hamster gelten als Tiere, die kaum einen Laut von sich geben. Dennoch kann es passieren, dass Sie einen besonders mitteilsamen Gefährten erwischen und dieser zu brabbeln oder gar zu fiepen beginnt. Natürlich sollten Sie anfangs darauf achten und es mit einem Tierarzt abklären, ob er womöglich Schmerzen oder Atemnot hat, aber es kann auch einfach eine Eigenheit von ihm sein.

Manche Tiere, das trifft meist auf Roborowskis zu, werden recht gesprächig, wenn es einen besonderen Leckerbissen gibt. Das hört sich dann so ähnlich wie ein Niesen an oder das Auspusten von Sand, der in die Nase gekommen ist.

Generell sollten Sie folgende Lautsprache des Hamsters kennen:

  • Zähneklappern ist eine ernst zu nehmende Drohung. Dasselbe gilt für das Fauchen.
  • Kreischt oder quiekt ein Hamster, dann hat er Angst und wird aggressiv.
  • Knurren oder Brummen kann entweder eine Ankündigung zur Begattung oder ein Ausdruck von aggressivem Verhalten sein.

Unverständliches Gemurmel und Gebrabbel kann übrigens auch ein Hinweis darauf sein, dass dem Nager etwas nicht passt. Beobachten Sie ihn daher, in welchem Zusammenhang er so mitteilsam wird!