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Meerschweinchen

Bild - Meerschweinchen

Meerschweinchen und auch Kaninchen sind wohl die beliebtesten Kleintiere, die man in der Haustierhaltung in Deutschland antrifft. Die Haltung, vermeintlich einfach mittels eines Käfigs ist aber jedoch absolut nicht artgerecht. Um die größten Irrtümer zu beseitigen haben wir diesen Blogartikel für Sie verfasst. Die Meerschweinchen Haltung kann eine großartige Sache sein, es gibt jedoch einiges zu Beachten.

Die Meerschweinchen (oft auch Cavia porcellus genannt) stammen aus Südamerika, genauer noch aus den Anden in Peru. Die Meerschweinchen, die bei uns in der Haustierhaltung leben stammen von den wildlebenden Tschudi-Meerschweinchen (Cavia tschudii) ab. Unsere geliebten Meerschweinchen wiegen in der Regel 800 bis 1600 g und weisen eine Körperlänge von 20 bis 40 cm auf. In der Regel liegt die Lebenserwartung zwischen sechs bis acht Jahren, Ausnahmen gibt es hier aber natürlich auch. Bei guter Pflege können sie in Haustierhaltung rund 10 Jahre alt werden!

Meeris sind Rudeltiere mit einem komplexen Sozialverhalten. Sie besitzen eine umfangreiche Körpersprache und die Geräusche, die wir alle zu gut kennen, sind sehr vielfältig genutzt für die Kommunikation. Dementsprechend sind Meerschweinchen niemals allein zu halten. Sie sollten mindestens zu zweit oder noch besser als Gruppe gehalten werden.

Schon gewusst? Meerschweinchen werden oft auch liebevoll Meeris genannt.

Wissenschaftlicher Name: Caviidae
Abstammung Überordnung: Euarchontoglires
  Ordnung: Nagetiere
  Unterordnung: Stachelschweinverwandte
  Teilordnung: Hystricognathi
  Ohne Rang: Meerschweinchenverwandte
  Familie: Meerschweinchen
Körpergröße:: 16 cm
Körpergewicht: 800 g
Ernährung: Pflanzlich
Ø Lebenserwartung: 10 Jahre
Lebensweise: Rudelbildung
Herkunft: Südamerika
Verbreitung: Als Haustier weltweit
Unbekannt

1. Wer hat das Meerschweinchen eigentlich entdeckt?

Wer genau Meerschweinchen entdeckt hat, ist bis heute nicht belegt. Fest steht, dass sie aus den Anden stammen, wo sie (ähnlich wie hierzulande die Kaninchen) nicht ausschließlich als Haustiere, sondern auch als Nutztiere zur Nahrungsquelle dienen.

Moderne Hausmeerschweinchen stammen von der Spezies Cavia Cutleri ab, so viel weiß man heute natürlich, da es im Grunde nur zu selektiven Züchtungen kommt. Die begannen schon sehr weit in der Vergangenheit. In der Zeit von 1200 bis 1500 n. Chr. Sowie bis hin zur spanischen Kolonisation in Südamerika wurden sie von den Bürgern Perus zu immer ausgefalleneren Rassen gezüchtet. Damals waren sie auch schon beliebte Haustiere, wurden aber auch in Kunstwerken verehrt.

Die Inkas verehrten die Tiere und opferten sie sogar ihren Göttern. Demnach hatten sie für die Inkas sogar eine religiöse Bedeutung, genauso auch für die Moche-Zivilisation, die von ungefähr 100 bis 800 n. Chr. In Nord-Peru zugegen war.

Nach Europa kamen sie ab dem 16. Jahrhundert so richtig. Meerschweinchen wurden dann zu einem populären Importtier, das von dem Zeitraum an mehr zur tierischen Gesellschaft als zur Nahrungsquelle diente.

2. Körperliche Merkmale vom Meerschweinchen

Zunächst einmal: Einen Geschlechtsdimorphismus gibt es bei Meerschweinchen keinen. Mit anderen Worten unterscheiden sich weibliche von männlichen Exemplaren nur in ihren Geschlechtsteilen und weichen sonst kaum voneinander ab. Größe und Gewicht definieren sich stattdessen in erster Linie nach Alter und gesundheitlichen Bedingungen. Vereinzelt werden die Tiere auch wesentlich größer und schwerer als ihre Artgenossen. Generell rechnet man mit einer Körpergröße von 12 bis 30 cm und einem Gewicht von einem halben bis 1,2 kg.

Die domestizierte und bei uns gängige Art besitzt eine charakteristische Schädelstruktur, zu der auch die Beschaffenheit des Kiefers zählt. Sie besitzen in der Regel recht kurze Gliedmaßen, es gibt aber auch Exemplare, die hiervon abweichen und dann eher den uns bekannten Hasen im Aussehen ähneln. Aber die sind bei uns kaum vertreten und maximal in exotischen Zooanlagen zu finden.

Ansonsten besitzen sie ein recht dichtes und entweder kurzes oder langes Fell (mehr zu einzelnen Rassen ist weiter unten zu finden) und verschiedenste Fellfärbungen. Am gängigsten scheinen Braun- und Grautöne.

3. Die Lebensweise von Meerschweinchen

Bild - Meerschweinchen

In freier Wildbahn leben Meerschweinchen am liebsten in großen Gruppen mit bis zu 15 Tiere. Dort verstecken sie sich in Höhlen und Erdlöchern, die sie zuvor selbst gegraben haben. Da sie aber auch zurückgelassene und leerstehende Bauten gerne übernehmen, kommen sie auch prima mit den klassischen Verstecken zurecht, die Sie ihnen in den Käfig geben werden.

Als tagaktive Tiere lieben sie es, sich gelegentlich zu sonnen und viel Vitamin D durch direktes Sonnenlicht zu tanken. Daher ist ein Ausflug auf den Balkon, die Terrasse oder in den Garten immer sehr willkommen – muss aber ausreichend geschützt bleiben!

Untereinander verständigen sie sich mit den unterschiedlichsten Lauten. Sie sind dazu in der Lage, Artgenossen und auch ihre Menschen am Geruch zu erkennen. Wichtig für Sie daher: Wechseln Sie nicht zu häufig Seife oder Duschgel!

Im Gegensatz zu wildlebenden Meerschweinchen pflanzen sich die domestizierten nach Möglichkeit das ganze Jahr über fort. Pro Wurf kommt es dabei zu rund sechs Jungtieren. Daher ist es natürlich auch wichtig, die Tiere entweder nach Geschlechtern getrennt zu halten oder die Männchen kastrieren zu lassen.

4. Das Verhalten von Meerschweinchen

Meerschweinchen sind äußerst sozial – untereinander als auch mit ihren Besitzern. Sie weisen ein sehr individuelles Verhalten auf, das rein artspezifisch ist. Dazu zählt neben grundlegenden Verhaltensweisen auch eine recht komplex ausgebildete Lautsprache.

Für Sie als Besitzer ist es natürlich hilfreich, all diese Muster zu kennen und sie richtig deuten zu können. Vor allem, da Sie so auch entsprechend handeln können und die Meerschweinchen umso zutraulicher werden, je mehr sie bemerken, dass sie auch von Ihnen verstanden werden.

5. Die Lautsprache von Meerschweinchen

Geräusch Bedeutung
Brummen, Knattern Ein Laut, mit dem ein Männchen ein Weibchen umwirbt oder einen Rivalen einschüchtert. Wird mit Aufbäumen kombiniert.
Fiepen, Quieken, Pfeifen Jungtiere benutzen diese Geräusche, um mit dem Muttertier in Kontakt zu kommen. Erwachsene Tiere nutzen es ebenfalls als Bettellaut – und zwar ganz besonders dann, wenn sie etwas rascheln hören und wissen, dass es gleich etwas Leckeres gibt.
Gurren, Murren Beschwichtigungslaut; dient dazu, sich selbst oder andere Tiere der Gruppe zu beruhigen, weil gerade etwas Unangenehmes zu hören ist. Weist Sie im Grunde auf Angst oder Unzufriedenheit hin.
Murmeln, Gluckern Meerschweinchen weisen quasi eine Dauerunterhaltung vor, sie brabbeln andauernd vor sich hin. Ranghöhere Tiere sind meist noch gesprächiger, wollen damit aber nicht zwangsläufig etwas ausdrücken.
Quietschen, Schreien Hinweis auf Schmerzen oder Missfallen. Kommt auch zum Einsatz, wenn die Tiere untereinander streiten.
Zähne mahlen In Ruhephasen werden die Reste der Nahrung noch weiter zermahlen. Speichelt das Tier dabei, müssen Sie das Tier vom Arzt auf Zahn- oder Kieferprobleme untersuchen lassen. Vereinzelt wird damit auch Angst oder Unsicherheit ausgedrückt.
Zähneklappern Warn- oder Drohgebärde. Das Tier hat soeben großen Stress oder sogar Schmerzen.
Erinnert tatsächlich stark an das Zwitschern eines Vogels. Ranghöhere Tiere geben den Laut häufiger von sich, es scheint ein starkes Territorialverhalten sein und erregt die gebannte Aufmerksamkeit des restlichen Rudels.

6. Die Körpersprache von Meerschweinchen

Verhalten Bedeutung
Aufbäumen, groß machen Imponiergehabe; dient dem Umwerben. Wird mit Brummen kombiniert.
Aufreiten Kann ein Sexualakt sein, ist aber häufig auch ein Dominanzverhalten. Auch unter gleichgeschlechtlichen Tieren wird damit die Hierarchie geklärt.
Brommseln, mit dem Hintern wackeln Wird entweder benutzt, um zu imponieren und zu beeindrucken, oder um die Hierarchie zu klären. Im Falle von letzterem tritt das Brommseln insbesondere bei der Vergesellschaftung neuer Tiere auf..
Erstarren Das Tier hat sich stark erschrocken, es versucht durch das Erstarren unsichtbar zu werden. Meerschweinchen erstarren eigentlich nur, wenn sie glauben, keine Chance auf Flucht zu haben. Sie dürfen nun keine ruckartigen oder schnellen Bewegungen machen, damit sich das Tier wieder beruhigt.
Gänsemarsch Im Gänsemarsch werden neue Gebiete erkundigt. Ein mutiges bzw. ranghohes Tier führt die Truppe an. Alternativ auch das Muttertier.
Hinterm Ohr lecken Eine Geste der Zuneigung, wird auch zum Trost verwendet.
Kopf nach oben werfen Drohgebärde, die meist mit drohenden Geräuschen kombiniert wird. Wird diese nicht ernst genommen, kann ein ernsthafter Streit daraus entstehen – Artgenossen wissen das und so erledigt sich die Sache üblicherweise recht schnell.
Kot fressen Meerschweinchen fressen ihren eigenen Blinddarmkot, da dieser noch sehr viele wichtige Vitamine enthält. Das ist absolut lebensnotwendig, Sie dürfen Ihre Tiere daher keinesfalls daran hintern.
Kuscheln Ist nicht typisch für Meerschweinchen, daher steht es in der Regel für Angst oder einem zu geringen Platz. Zwar liegen Meerschweinchen gerne beisammen, aber lassen immer etwas Abstand zwischen sich.
Po über den Boden reiben Dient zur Reviermarkierung, da sich am Po der Tiere die dazu nötige Drüse befindet.
Popcornen So bezeichnet man das für Meeris charakteristische Verhalten, mit allen vier Füßen gleichzeitig in die Luft zu hüpfen und dabei den Körper zu verdrehen. Meist quieken sie dabei auch. Dieses Verhalten steht für Freude und Ausgelassenheit.
Treten Kann man mit dem Ausschlagen der Pferde vergleichen. Das Tier möchte nicht, egal, worum es gerade geht.
Urin spritzen Abwehrreaktion, die häufig bei Streitigkeiten zum Einsatz kommt.
Wegrennen Als Fluchttiere versuchen Meerschweinchen natürlich davonzulaufen, sobald sie Gefahr oder Bedrohung wittern. Die kann entweder von der Umwelt, von Ihnen oder auch von anderen Tieren im Rudel ausgehen, die gerade wieder eine Rangstreitigkeit vom Zaun reißen wollen.
Drohgebärde, die meist zusammen mit dem Kopf nach oben werfen gezeigt wird.

7. Davon ernähren Meerschweinchen

Auch die Ernährung sollten wir betrachten. Die Pellets, die man in den meisten Tierhandlungen findet, sind nämlich kein geeignetes Futter für die Meerschweinchen. Sie sind reine Pflanzenfresser und benötigen daher viel Grün. Salat, Obst, Gemüse und auch Heu. Sie brauchen keine zusammengepressten Pellets, in denen sich auch oft viel Zucker und Getreide versteckt. Achte auf einen hohen Rohfaseranteil da dies von hoher Wichtigkeit ist für die Verdauung der Meerschweinchen. Heu sollte den Tieren immer und in unbegrenzter Menge zur Verfügung stehen. Besonders im Winter kann es etwas mehr Blattgemüse sein, ein bisschen trockene Kräuter oder auch etwas Trockenfutter, dann aber hochwertiges, ohne Weizen. Abgerundet wird die Ernährung der Tiere mit Ästen und Zweigen, das stillt das natürliche Bedürfnis zum Nagen der Tiere.

Heu ist vor allem für Meerschweinchen ein Grundnahrungsmittel, aber auch andere Kleinnager freuen sich darüber. Futtermittel, Einstreu, Nistmaterial: Heu ist nahezu unverzichtbar, wenn es um artgerechte Kleintierhaltung geht.

Unsere Heuraufe hat bei der täglichen Fütterung von Heu viele Vorteile:

  • Das Heu bleibt sauber, da keine Verunreinigungen durch Urin und Kot entstehen können.
  • Geschlossen, um ein Hineinspringen zu verhindern.
  • Stabil und freistehend für eine optimale Platzierung im Gehege.

Sicheres Stecksystem ohne Nägel und Schrauben!

8. So muss das Meerschweinchengehege aussehen

Die wohl beliebteste Form der Meerschweinchen Haltung wird die Haltung in der Wohnung sein, klar, nicht jeder hat einen Garten oder einen Balkon, auf dem sich die Meerschweinchen ausbreiten können. Ein regulärer Käfig wie er beispielsweise in Tierhandlungen erworben werden kann eignet sich nicht für die Haltung der Tiere. Es sollte idealerweise ein Gehege sein welches mindestens 0,5 m² pro Tier aufweisen sollte. Der Standort des Geheges sollte am besten im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer sein. Hell jedoch nicht direkt der Sonne ausgesetzt, warm, aber nicht direkt an der Heizung. Zugluft sollte vermieden werden, sonst können die Kleinen krank werden. Im Kinder- oder Schlafzimmer sollten die Tiere idealerweise nicht gehalten werden, da diese besonders in der Nacht aktiv und dementsprechend laut werden.

Ein geeignetes Gehege lässt sich prima selbst bauen mit Holz aus dem Baumarkt, wer es besonders schön aussehen lassen möchte, kann auch Plexiglas verwenden.

Meerschweinchen haben ein derart großes Verlangen nach Bewegung, dass eine Haltung in einem Gitterkäfig nicht als artgerecht betrachtet werden kann. Das empfohlene Maß für zwei Tiere beträgt 2 m in der Länge, für Weibchen sind 0,5 m² pro Tier empfohlen, für Böcke 1,0 m². Je größer, desto besser! Dies gilt hier absolut.

Mehrstockkäfige sind für Meerschweinchen überhaupt nicht geeignet, denn die Tiere brauchen viel insgesamte Lauffläche. Rampen und Aufstiege würden sie daran hintern, einfach herumlaufen zu können.

9. Unverzichtbare Grundausstattung für Meerschweinchen

Natürlich sollte auch die Einrichtung nicht außer Acht gelassen werden. Damit die Meerschweinchen sich besonders wohlfühlen, sollten genug Versteckmöglichkeiten in Form von Häusern, Röhren, Tunneln und Etagen geboten werden. Wir haben da auch viele Möglichkeiten für die Einrichtung des Geheges im Angebot. Auch kuschelige Hängematten oder Kissen werden gerne angenommen, es sind richtige Chiller.

Häuser und Verstecke sind wichtig für das Sicherheitsempfinden von Meerschweinchen. Pro Tier sollte deswegen mindestens ein Versteck oder Häuschen angeboten werden, damit niemand im Freien schlafen muss oder bei drohender Gefahr keinen Rückzugsort hat. Besonders wichtig ist es hierbei, dass zwei Eingänge vorhanden sind, damit immer die Möglichkeit besteht sich gegenseitig auszuweichen. Engpässe können zu Streitigkeiten und im schlimmsten Falle zu Verletzungen führen!

10. Sinnvolle Ergänzungen für das artgerechte Meerschweinchenzuhause

11. Meerschweinchen brauchen Auslauf oder Freilauf – das müssen Sie dazu wissen
Bild - Meerschweinchen

Natürlich ist es möglich, den Meerschweinchen in der Wohnung einen entsprechenden Platz zu geben, damit sie sich artgerecht austoben können. Besteht die Möglichkeit zur Außenhaltung im Garten, sollte diese auf jeden Fall in Betracht gezogen werden. Auch eine freie Wohnungshaltung ist denkbar, sofern Sie die Möglichkeit haben, Ihre Räumlichkeiten entsprechend abzusichern. Haben die Meerschweinchen nur einen abgegrenzten Bereich für sich, der gerade knapp der empfohlenen Größe entspricht, brauchen sie unbedingt regelmäßigen Freilauf.

Hierzu müssen Sie wissen, dass die Tiere von Natur aus sehr ängstlich sind. Sie mögen keine freien, unüberdachten Flächen, die sie nicht kennen, da hier die Gefahr zu groß wäre, dass sie von einem Greifvogel attackiert werden. Oder zumindest ist es das, was ihnen ihr Instinkt sagt. Außerdem werden Ränder von Käfigen oder Gehegen nur ungern übertreten. Hier sollten Sie daher den Einsatz einer Brücke in Betracht ziehen. Die Tiere einfach zu nehmen und sie in den Auslauf zu stellen, ist äußerst stressverbunden!

Freilauf im Außenbereich sollte frühestens ab Frühling beginnen, da sich die Tiere aus Innenhaltung ja nicht so gut auf den Wetterwechsel vorbereiten können. Die Tiere dürfen übrigens auch über die Nacht hinweg draußen bleiben, solange es keinen Bodenfrost gibt.

12. Ein Meerschweinchen ist verschwunden, was nun?

Ist ein Meerschweinchen entlaufen, kommt es zunächst darauf an, wo genau das passiert ist. Innerhalb der Wohnung ist es recht schnell zu finden. Passiert es im Garten, sollte eine Lebendfalle für Kaninchen aufgestellt werden. Suchen Sie auch die Nachbargärten ab. Hier besonders schnell zu sein ist wichtig, wenn Katzen in unmittelbarer Nähe leben.

Grundsätzlich müssen Sie bei entlaufenen Meerschweinchen immer bedenken, dass die Tiere sofort die nächste Versteckmöglichkeit aufsuchen werden.

13. Die richtigen Meerschweinchen finden – diese Rassen gibt es

Es gibt die unterschiedlichsten Rassen, die jeweils in den verschiedensten Farben gezüchtet werden. Einschlägige Merkmale lassen sich nur durch die Sortierung in Kurz- und Langhaar definieren.

  • Kurzhaarige Meerschweinchen: American Crested, English Crested, Glatthaar, Rex, Rosette, Teddy
  • Langhaarige Meerschweinchen: Alpaka, Angora, Coronet, Merino, Mohair, Peruaner, Sheltie, Texel
14. Gibt es charakterliche Unterschiede?

Einige Züchter mögen sich recht sicher sein, dass sie klare Verhaltensunterschiede zwischen den einzelnen Rassen feststellen konnten. Bis heute hat sich das allerdings nicht restlos bestätigen lassen.

15. Gibt es Haltungsunterschiede?

Grundsätzlich gibt es hier nicht viele Haltungsunterschiede. Es ist bei Meerschweinchen also keineswegs so wie bei Hamster, dass die einen stärker zu Diabetes oder dergleichen neigen würden. Allerdings muss man bei Langhaarmeerschweinchen natürlich darauf achten, dass ihr Fell immer gut gepflegt ist. Wichtig ist, dass insbesondere der After sauber bleibt und sie durch das lange Haar nicht in ihrer Bewegung behindert werden.

16. Gesundheitsfibel vom Meerschweinchen
17. Häufige Fragen rund um Meerschweinchen
Woher stammt eigentlich der Name der Meerschweinchen?

Über den Ursprung des Tiernamens ist man sich bis heute nicht vollkommen sicher. Man geht davon aus, dass es aufgrund der vielen Quiekgeräusche dazu gekommen ist. Es gibt allerdings auch einige Historiker, die davon ausgehen, dass es mehr mit ihrem Fleisch zu tun hat, das in gebratener Form angeblich an Spanferkel erinnern solle. Die englische Bezeichnung (guinea pig) bringt man dagegen oft mit ihrem Preis in Verbindung, denn im 16. Jahrhundert kostete ein Tier in England einen Guinea.

Woran erkennt man das Geschlecht des Meerschweinchens?

Damit man das Geschlecht des Tieres bestimmen kann, muss man das Tier vorsichtig hochnehmen, um seinen Bauch sehen zu können. Es ist wichtig, das Tier mit nur einer Hand hochhalten zu können, damit man die zweite und freie Hand dazu nutzen kann, die Haut an beiden Seiten des Geschlechtsorgans vorsichtig wegziehen zu können. Sieht dieses nun wie ein Y aus, dann handelt es sich um ein Weibchen. Sieht es hingegen eher wie ein i aus, dann ist es ein Männchen.

Männliche Meeris werden übrigens auch Böcke genannt.

Können Meerschweinchen stubenrein werden?

Tatsächlich ist es möglich, den Tieren beizubringen, eigene Toiletten aufzusuchen. Das wird besonders dann relevant, wenn sie in freier Wohnungshaltung leben und überall herumlaufen dürfen.

Haben Böckchen wirklich einen starken Eigengeruch?

Die Erfahrung vieler Meerschweinchenbesitzer zeigt, dass das im Grunde eine reine Ansichtsfrage ist. Ja, es gibt Böcke, die stärker riechen, aber das ist nicht die Norm. Genauso kann auch ein Weibchen einen strengeren Geruch besitzen, weil es nicht ganz so reinlich ist. Bei Weibchen ist das aber immer eine Verhaltensauffälligkeit!

Sind Meerschweinchen für Kinder geeignet?

Kinder ab zwölf Jahren können unter Umständen gut zur Haltung von Meerschweinchen beitragen, es braucht aber trotzdem ein aufgeklärtes und reflektives Verständnis im Umgang mit den Tieren. Bis dahin ist dem eher nicht so, da das nötige Verantwortungsbewusstsein von Kindern selten schon stark genug ausgeprägt ist.

Behalten Sie ungeachtet dessen immer im Hinterkopf, dass letzten Endes Sie selbst für die Haltung der Tiere verantwortlich sind und auch Sie für die Gesundheit der Meeris sorgen müssen.

Sind Tiere in Einzelhaltung zutraulicher?

Im Grunde stimmt diese Annahme, aber auch nur, weil die Tiere so sehr vereinsamen, dass sie über jede Aufmerksamkeit froh sind. Meerschweinchen sind äußerst soziale Rudeltiere. Es wäre Tierquälerei, sie einzeln zu halten!

Kann man Meerschweinchen mit Geschirr in den Park ausführen?

Leider findet man sehr viele Fotos dieser Art im Internet, aber Ihnen ist es womöglich schon bewusst: Das ist ein äußerst tierwidriges Verhalten und hat nichts mit artgerechter Haltung zu tun. Meerschweinchen sind Fluchttiere, sie erschrecken sich leicht und wollen flüchten, wenn das der Fall ist. Es liegt auf der Hand, warum ein Gassi gehen mit Meerschweinchen absolut unpassend wäre!

Welche Katzenstreu kann ich für den Meerschweinchenkäfig nutzen?

Wir empfehlen grundsätzlich unsere Naturstreu, da diese perfekt auf die Bedürfnisse und Gesundheit der Tiere abgestimmt ist. Darüber hinaus können Sie auch ökologische, nicht-klumpende Katzenstreu nutzen. Beispielsweise also Holzpellets.

Kann ich Meerschweinchen und Kaninchen zusammen halten?

Ja, das ist möglich. Meerschweinchen und Kaninchen haben ganz ähnliche Verhaltensweisen. Sogar das gegenseitige Berammeln teilen sie sich dabei, wodurch sie also unmissverständlich miteinander kommunizieren können.

Wichtig ist natürlich, dass Sie von jeder Tierart mindestens zwei halten, denn einen Artgenossen braucht es für ein artgerechtes Leben in Würde ja trotzdem.

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