Wie lange kann ein Hamster alleingelassen werden?

Nicht immer hat man die Möglichkeit, einen Tiersitter zu organisieren. Und dennoch gibt es trotz Hamster hin und wieder Termine, denen man sich widmen muss. Oder auch Ausflüge. Der langersehnte Urlaub beispielsweise. Die Hochzeit der besten Freundin, die in einer anderen Stadt gefeiert wird. Oder aber der Besuch bei der Familie über die Weihnachtszeit.

Nun ist ein Hamster kein Hund, den man einfach mitnehmen kann. Der sich sogar noch darüber freuen würde, wenn er mitkommen darf. Für den Hamster ist sein kleines Nagarium seine Welt, sein Zuhause. Jedes Mal, wenn der von dort rausgenommen wird, erlebt er großen Stress und das verkürzt im schlimmsten Fall seine Lebensdauer!

Wie lange darf ein Hamster alleine zu Hause sein?

Drei Tage und zwei Nächte gelten unter Tierfreunden als Maximum – und auch nur dann, wenn Ihr kleiner Liebling in der Zeit ausreichend versorgt ist.

Treffen Sie dafür folgende Vorkehrungen:

  • Herrscht eine kühle/kalte Jahreszeit vor, darf ein Stück Frischfutter angeboten werden, beispielsweise eine Karotte. Sobald Sie wieder nach Hause kommen, müssen Sie sich umgehend vergewissern, wie viel davon gebunkert wurde und den Rest entfernen, damit es nicht schimmelt. Während warme Temperaturen vorherrschen, ist von Saftfutter unbedingt abzuraten!
  • Das Wasser in der Trinkflasche sollte direkt vor der Abreise nochmal gewechselt werden, außerdem sollten Sie Ihrem Hamster eine zusätzliche Wasserquelle für die Zeit bereitstellen.
  • Wird der Hamster mit einem Wassernapf versorgt, sollten mindestens drei in sein Nagarium gegeben werden, da die Gefahr besteht, dass er einen davon zuschaufelt und sich dann eine Wasserquelle nimmt.
  • Auch sollte natürlich der Vorrat an seinem Trockenfutter nochmal aufgefüllt werden, damit er genügend zu tun hat in der Zeit Ihrer Abwesenheit.
  • Vergessen Sie außerdem nicht auf das tierische Eiweiß!
  • Säubern Sie außerdem noch vor der Abreise die Kloecke vom Hamster.
  • Die Temperaturen im Raum des Käfigs sind außerdem auch recht wichtig. Ist er es gewohnt, dass Sie einmal abends die Heizung andrehen? Verhindern Sie, dass dem kleinen Racker kalt werden könnte oder sich sein Käfig in Zugluft befindet! Auf der To-Do Liste sollte daher auch das Überprüfen von (gekippten) Fenstern und der Heizung stehen!

Was, wenn andere Haustiere im selben Haushalt leben?

Stellen Sie sicher, dass diese keinen Zugang zu dem Raum haben, in dem sich der Hamsterkäfig befindet. Das gilt im Übrigen auch dann, wenn es einen Tiersitter gibt, der regelmäßig vorbeischauen kann. Die Gefahr wäre einfach zu groß, dass das andere Tier in seiner Aufregung über Ihre Abwesenheit auf problematische Ideen kommt.

Kann ich nicht einfach den ganzen Käfig mitnehmen?

Bitte nicht! Die Bewegungen wären für den Hamster genauso stressig wie das direkte Herausnehmen. Und einen Käfig, der groß genug ist, dass er die Erschütterungen nicht sofort spüren würde, könnten Sie ohnehin nicht einfach so hochnehmen.

Oft wird empfohlen, dass man den Hamster samt Gehege zum Tiersitter bringt, um ihn dann über einen längeren Zeitraum zu betreuen. Auch das tun Sie bitte nicht. Organisieren Sie stattdessen lieber einen Tiersitter, der bei Ihnen zu Hause vorbeischaut und sich an folgende To-Do Liste hält:

  • Überprüfen, ob alle Wasserstellen frei sind.
  • Wasser wechseln.

 

Das war’s auch schon! Spielstunden und Freilauf sollte ein Hamster nur durch tiererfahrene Pfleger erhalten, sonst ist die Gefahr zu groß, dass er ausbüchst. Außerdem ist es kein Problem, wenn er für rund drei Wochen durchgehend im Käfig bleibt.

Wichtig ist übrigens, dass sich der Tiersitter in den späten Abendstunden kurz vor dem Aufwachen des Tiers um seine Aufgaben kümmert. So stört er den Schlafzyklus des Nagers nicht.

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