Heute: Hamster und die kalte Jahreszeit

Wir Menschen passen uns, nach einem Blick aus dem Fenster und auf‘s Thermometer, durch die Wahl unserer Kleidung an die Jahreszeiten an. Doch wie sieht es bei unseren Hamstern aus? Was es im Winter zu beachten gibt, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Die Temperatur ist auch für Hamster ein guter Anhaltspunkt. 18°C sollte man sich hier als minimale Temperatur merken. Goldhamster werden unterhalb dieser Temperaturgrenze deutlich inaktiver, noch tiefere Temperaturen können lebensbedrohlich werden! Zwerghamster halten zwar etwas tiefere Temperaturen aus, aber auch für sie wird Kälte schnell gefährlich. Fällt die Temperatur dauerhaft unter 18°C, besteht die Gefahr, dass der Hamster in die Winterruhe fällt. Dies ist ein Notfallzustand, in dem die Körperfunktionen auf ein absolutes Minimum beschränkt werden. Die Winterruhe kann gerade bei geschwächten, alten Tieren lebensbedrohlich werden. In der Natur überleben nur junge und starke Tiere. Für den Körnergeber ist die Winterruhe nicht immer klar erkennbar. Sie kann, wenn sie extrem ausgeprägt ist, sogar mit dem Tod verwechselt werden. Anzeichen dafür, dass es dem Hamster zu kalt sein könnte, sind vor allem eine niedrige Körpertemperatur sowie sehr eingeschränkte Reaktionen auf Menschenkontakt. Im Extremfall ist beim Tier keine Bewegung mehr zu erkennen, die Winterstarre hat eingesetzt. Ist ein Hamster in die Winterstarre gefallen, sollte man ihm einen kuschligen Platz in einer Transportbox bieten und diese in die Nähe der Heizung stellen. Auch natürliches Licht kann helfen, also gerne einen warmen Platz am Fenster auswählen. Erholt sich der Hamster nicht, so muss ein Tierarzt aufgesucht werden! Da es sich für den Hamster um einen kräftezehrenden Zustand handelt, sollte hinterher reichhaltig mit natürlichem Eiweiß gefüttert werden.

Tipp: Ein Thermometer im Raum ermöglicht eine tägliche Temperaturkontrolle und schützt somit vor zu kalten Temperaturen.

Gut zu wissen: Dsungarische Zwerghamster und Hybriden mit einem hohen Dsungarenanteil wechseln ins Winterfell. Der Fellwechsel wird aber nicht durch die Temperatur sondern durch natürliches Licht beeinflusst. Werden die Tage kürzer und somit das natürliche Licht weniger, erfolgt die Umstellung in den „Wintermodus“ und das dichte Winterfell bildet sich aus. In der Natur ist dies der beste Schutz vor der kalten Witterung und vor Fressfeinden.

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